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Das Wolfauslassen im Bayerischen Wald

Abgelegt unter Urlaub & Reisen by Redaktion am 07. November 2013

Bayerischer WaldIm Herzen des ältesten deutschen Nationalparks versteckt sich die älteste Kulturstätte des mittleren Bayrischen Waldes: Der Klosterort Rinchnach befindet sich im Arberland, inmitten des Landkreises Regen. Die Gemeinde versteht es seine Traditionen zu bewahren, und so wird in ein paar Tagen wie jedes Jahr zum Auftakt des Martinsfestes am 10. November das größte Wolfauslasserspektakel Deutschlands in Rinchnach stattfinden.

Dieser Brauchtum stammt aus der Zeit als Hirten ihrem Vieh Glocken umhängten, um sie vor gefährliche Tieren wie Bären oder Wölfen zu schützen. Am Ende des Hirtenjahres, also im November, hängten die Hirten sich selbst die Glocken um und schlugen auf ihnen ein um ihren Jahreslohn einzufordern, und sich über das abgeschlossene Hirtenjahr zu freuen.

Auch heutzutage schnallen sich die jungen Männer aus Rinchnach immer noch die Glocken um, und ziehen am Abend vor dem 11. November von Tür zu Tür um die Geldbörse des „Wolfes“ zu füllen. Dieser besteht aus der gesamten Gruppe, die von ihrem Hirten von Haus zu Haus geleitet wird. Da die Veranstaltung dieses Höllenlärms darin besteht, 30-90 cm große und 35 kg schwere Glocken durch das Dorf zu tragen und darauf einzuschlagen, müssen die hoch beanspruchten Wölfe gut versorgt werden. In den Gaststätten wird reichlich mit Kesselfleisch, Bier und anderen Spezialitäten für neue Energie gesorgt, damit es anschließend weitergehen kann. Wer noch schnell im Bayerischen Wald eine passende Ferienwohnung mieten möchte, um das Spektakel zu sehen, wird auf trend-ferienwohnung.de fündig.

Nachdem sich die Gruppen schon am 9. November zusammengefunden haben und um die Häuser gezogen sind, geht es am 10. November mit dem großen Wolfauslassen im historischen Ortskern von Rinchnach weiter. Ab 18:30 Uhr präsentieren sich die Gruppen aus den verschiedenen Ortsteilen den Besuchern, um dann endlich um 21:15 Uhr ein beeindruckendes Abschluss-Spektakel mit allen Wölfen darzubieten, das heißt bis zu 500 Mann, die auf ihre Glocken einschlagen.

Das Wolfauslassen wird unter anderem auch in Lindberg, Frauenau, Zwiesel und Arnbruck gefeiert.

 



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