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Traumberuf Reisejournalist?

Abgelegt unter Urlaub & Reisen by Redaktion am 13. Februar 2017

Journalisten, und ganz besonders die Reisejournalisten, umgibt im Ansehen der Bevölkerung das Flair eines freien, unabhängigen, immer auf der Suche nach Recherche und Informationen lebenden Menschen. Dieser Flair mag sich zuweilen aus einem Hauch Romantik zusammensetzen und dann wieder aus dem gehetzten Atem von Stress und Terminabgabe. In den seltensten Fällen mag dieses Bild mit der Realität übereinstimmen. Nüchtern betrachtet ist es die Aufgabe eines Journalisten mit der Fachrichtung Reisejournalismus, Informationen zu recherchieren oder auf eine anders geeignete Weise zu beschaffen und diese der Öffentlichkeit in Form von schriftlichen oder mündlichen Beiträgen bekanntzugeben. Dazu nutzt man Medien von Print, Hörfunk, Online oder Fernsehen.

Der Tourismusaspekt rückt in den Vordergrund

Reisejournalismus ist eine Fachrichtung im Rahmen der Ausbildung zu einem Journalisten. Bei diesem Zweig rückt – anders als bei anderen Zweigen des Journalismus der Aspekt Tourismus in den Vordergrund. Daraus resultiert, das der Reisejournalist völlig andere Voraussetzungen mitbringen muss. Das ist unabhängig davon, wo er die Ausbildung zum Journalisten absolviert. Diverse Journalistenschulen bieten eine solche Ausbildung mit der entsprechenden Fachrichtung als auch die Ausbildung Journalismus per Fernstudium. Mit den besonderen Anforderungen ist keineswegs gemeint, dass der angehende Reisejournalist gerne in verschiedenen Regionen und Ländern unterwegs ist, mehrere Sprachen spricht oder gerne Produkte und Dienstleistungen testet. Die Anforderungen sind noch weit spezifischer Natur.

Die Anforderungen an einen Journalisten mit der Fachrichtung Reisejournalimus

Der Reisejournalist muss – vielleicht mehr als Journalisten in anderen Fachrichtungen – theoretisch und abstrakt denken können. Bereits vor er seine Recherchereise antritt, muss er sich eine abstrakte Vorgehensweise zurecht gelegt haben, muss er einen Plan besitzen, wie er den Reiseort recherchieren und später darstellen will. Das beginnt bei einem Zeitplan. Dazu muss er wissen und einschätzen, wie viel Zeit er für welche Aufgabe und Recherche er benötigt. Er muss gesellschaftliche, politische und immer häufiger auch religiöse Betrachtungen kennen und anwenden. An dieser Stelle sei gesagt, dass Vorbereitung, Plan und Recherche doch nur einen Teil des Reisejournalismuses ausmachen.

Eigenständig sein und dennoch für die Öffentlichkeit denken

Apropos Recherche: Der Reisejournalist hat für die Richtigkeit seiner recherchierten Informationen eine besondere Verantwortungspflicht. Seine Leser – so wäre es im besten Fall – fühlen sich von seiner Reportage so weit animiert, dass sie den Reiseort auch aufsuchen wollen. Und die Leser verlassen sich dabei auf die Informationen aus dem Bericht des Journalisten – auf ihre Wahrheit, auf ihre Unparteilichkeit und Richtigkeit. Man könnte auch sagen, auf die Kehrseite des verfassungsrechtlich verankerten Grundsatzes der Pressefreiheit. Beim Packen seines Koffers sollte der Reisejournalist in diesem Zusammenhang tunlichst seinen Presseausweis nicht vergessen.

Präsentation

In erster Linie liest man von einem Reisejournalist eine Reisereportage oder einen Reisebericht. In Ergänzung dazu bieten sich Fotografien an, die der Journalist vielleicht selbst oder im Zusammenhang mit einem Fotografen beisteuert. Im Vergleich zu anderen Fachrichtungen steht eine solche Präsentation immer unter einem anderen Hauptaspekt, auch wenn es sich vielleicht um die gleiche Stadt oder das gleiche Land handelt. Ein redaktionelles Volontariat bietet sowohl theoretische wie praktische Grundlagen. Und so kann der Reisejournalist zum Traumberuf werden.

 



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